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Typseite Straßenbahn - Bauart R - Wagen 001 bis 040

Daten:   Bemerkungen:

Bauart: 

6 x ZR

Anzahl:  

40

Leistung:  

8 x 55kW

Sitzplätze:

51
Stehplätze: 111

Länge:

27,6m
Breite: 2,35m

Gewicht: 

36,9t

Baujahre: 

1993 - 1997

Hersteller: 

SIEMENS/
  DÜWAG
Einsatzzeit: ab 1993
  bis heute
 

Rund 25 Jahre nach der Beschaffung der letzten reinen Straßenbahnwagen vom Typ O erlebte die Frankfurter Straßenbahn mit Einführung des R-Wagens im Februar 1993 eine Renaissance. Der Bestellung ging ein Beschluss der Stadtregierung voraus zukünftig das Verkehrsmittel Straßenbahn weiterhin als eigenständiges System neben der U-Bahn bestehen zu lassen und es nicht mehr nach dem ursprünglichen Konzept der „Schienenfreien Innenstadt“ sukzessive durch den Bau von Stadtbahnstrecken zu ersetzen.

Mit dem R-Wagen wurde in Frankfurt die Niederflurtechnik eingeführt und somit begann auch aus technischer Sicht eine neue Epoche. Der R-Wagen ist das weltweit erste in Serie produzierte Fahrzeug, das über einen hundertprozentigen Niederfluranteil verfügt. Das Fahrzeug wurde von Duewag auf Basis des „Bremer Konzepts“ – ein Prototyp von Adtranz (GT6N), der 1990 in Bremen vorgestellt wurde und heute im schwedischen Norrköping verkehrt – entwickelt. Der Wagen besteht eigentlich aus drei Zweiachsern, die auf jeweils einem Drehgestell ruhen und durch Gelenke miteinander verbunden sind. Die Drehgestelle bestehen aus einem H-förmigen Rahmem mit Einzelradaufhängung. Durch diese Bauart erhält man zwar ein durchgängig ebenerdigen Boden im Fahrgastraum, dafür sind aber rund die Hälfte der Sitzplätze auf verschieden hohen Podesten gelegen, unter denen sich die Antriebstechnik befindet. Die restliche Technik befindet sich größtenteils auf dem Dach. Durch die Anordnung der Drehgestelle ergibt sich auch ein völlig neues Fahrverhalten in Kurven, bei dem der Wagen am Beginn und Ende der Kurve z-förmig seitlich einknickt.

Die elektrische Ausrüstung wurde von Siemens entwickelt. Das beiden äußeren Drehgestelle sind mit jeweils vier Radnabenantrieben mit Drehstrom-Asynchronmotoren ausgestattet. Diese werden von vier wassergekühlten Pulswechselrichtern gespeist. Für die Steuerungselektronik kommt das hauseigene SIBAS-16-Mikroprozessorsystem zum Einsatz.

Mit dem R-Wagen erhielt auch das neue Farbkonzept „subaru vista blue“ Einzug im Schienenverkehr. Ursprünglich war geplant 100 Fahrzeuge dieses Typs zu beschaffen (dies war die notwendige Zahl, um das Netz komplett auf Niederflurtechnik umzustellen). Es blieb jedoch bei der Lieferung von nur zwei Serien je 20 Fahrzeuge, da sich in den ersten Einsatzjahren diverse technische Probleme zeigten. Die Hersteller hatten eine sehr kurze Entwicklungszeit, da zwischen der Bestellung und Auslieferung nur zwei Jahre lagen, denn der erste Wagen sollte noch rechtzeitig vor der Kommunalwahl im März 1993 präsentiert werden. Die technischen Probleme sind heute weitgehend behoben. Nach Unfällen mussten zwei Wagen ausgemustert werden. Die verbliebenen Fahrzeuge sind bis heute im Einsatz und werden seit 2006 umfassend modernisiert, wobei vor allem der Innenraum erneuert wird. Sie haben dabei aber auch ein leicht verändertes äußeres Erscheinungsbild erhalten.

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Wagennummer: 001
Anlieferung: 13.01.1993
Inbetriebnahme: 08.03.1995
   
   
 
Ansicht von 1993
 
 
   
Wagennummer: 002
Anlieferung: 31.03.1993
Inbetriebnahme: 08.03.1994
   
   
 
Ansicht von 2007
 
 
   
Wagennummer: 003
Anlieferung: 07.05.1993
Inbetriebnahme: 24.09.1993
   
   
 
Ansicht von 2009
 
 
   
Wagennummer: 008
Anlieferung: 18.11.1993
Inbetriebnahme: 23.12.1993
   
   
 
Ansicht von 2000
 
 
   
Wagennummer: 011
Anlieferung: 21.01.1994
Inbetriebnahme: 17.03.1994
   
   
 
Ansicht von 2004
 
 
   
Wagennummer: 015
Anlieferung: 16.03.1994
Inbetriebnahme: 14.06.1994
   
   
 
Ansicht von 2006
 
 
   
Wagennummer: 016
Anlieferung: 18.05.1994
Inbetriebnahme: 15.07.1994
   
   
 
Ansicht von 1994
 

Seite wurde erstellt im Januar 2013

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